december 8, 2025

Wusstest du, dass Tattoos zehntausende Jahre alt sind?

Niemand weiß es ganz sicher, doch einige Historiker vermuten, dass die ersten Tattoos bereits etwa 14.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung gestochen wurden. Das Wort Tattoo stammt ursprünglich vom tahitianischen Wort tatu, was so viel wie „zeichnen“ bedeutet. Eine der ältesten bekannten Mumien mit Tätowierungen wurde Anfang der neunziger Jahre in den Alpen entdeckt. Dieser Mann, der später den Namen Ötzi erhielt, trug nicht weniger als 59 Tattoos, die über seinen ganzen Körper verteilt waren. Er lebte vor mehr als 5.300 Jahren und wurde durch das Eis außergewöhnlich gut konserviert. Auch in Ägypten wurden Mumien gefunden, auf denen deutlich Tätowierungen zu erkennen sind.

James Cook entdeckte mehr als nur Neuseeland

Als der Entdecker James Cook im achtzehnten Jahrhundert Neuseeland erreichte, erwartete ihn eine Überraschung. Die einheimische Bevölkerung war stark tätowiert, etwas, das in Europa zu dieser Zeit kaum vorkam. In seiner Heimat wurden damals vor allem Verbrecher und Sklaven gebrandmarkt, was der Praxis eine negative Bedeutung verlieh. Für die Maori war dies jedoch völlig anders. Tattoos hatten eine zeremonielle und symbolische Bedeutung. Sie standen für wichtige Ereignisse im Leben einer Person und waren ein Zeichen von Status. Auch die Art, wie diese Verzierungen angebracht wurden, unterschied sich stark von heute. Die Maori schnitten mit scharfen Werkzeugen in die Haut und füllten die Wunden mit Asche. Wenn die Haut verheilte, entstanden dunkle Muster, die tief in der Haut lagen.

Seeleute machten den Anfang

Ende des neunzehnten Jahrhunderts wurde die erste Tätowiermaschine entwickelt. Dadurch konnten Tattoos schneller, präziser und weniger schmerzhaft gestochen werden. Dies führte dazu, dass Tätowierungen immer beliebter wurden, vor allem in der Oberschicht von Städten wie New York und London. Da die Technik neu und kostspielig war, waren Tattoos damals vor allem wohlhabenden Menschen vorbehalten. Viele Damen aus wohlhabenden Kreisen entschieden sich für symbolische Motive wie religiöse Zeichen, besondere Blumen und Tiere oder Namen und Daten mit persönlicher Bedeutung.

Die sechziger und siebziger Jahre

Nach den ordentlichen und eher zurückhaltenden fünfziger Jahren begann in den sechziger Jahren eine Zeit, in der Freiheit im Mittelpunkt stand. Menschen gingen ihren eigenen Weg und Tattoos wurden zu einer Möglichkeit, dieses Gefühl auszudrücken. In den siebziger Jahren entwickelten sich Tattoos zu einem alltäglichen Phänomen. Die Preise wurden erschwinglicher und Tattoostudios eröffneten überall. Eine interessante Tatsache: Heute hat etwa dreißig Prozent der Niederländer zwischen achtzehn und dreißig Jahren ein oder mehrere Tattoos.

Tattoos heute

Heutzutage gibt es kaum noch Tabus rund um Tattoos. Klassische Motive bleiben beliebt, etwa Tiere, Pflanzen, Mandalas und persönliche Texte. Außerdem sieht man immer häufiger Tätowierungen an Händen, Füßen und Fingern. Gesichtstattoos sind für viele Menschen noch immer ein großer Schritt, auch wenn sie gelegentlich im Straßenbild auftauchen.

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